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"Ich male keine Bilder mehr" — mit diesem Bekenntnis beginnt eine der überraschendsten und heitersten Erzählungen Adalbert Stifters. In "Nachkommenschaften" (1864) berichtet der junge Maler Friedrich Roderer von seiner geradezu fanatischen Leidenschaft, ein weites Moorland immer vollkommener abzubilden. Doch beim Malen begegnet er einer weitläufig verwandten Familie gleichen Namens — und der anmutigen Susanna.
Zwischen selbstironischer Künstlerreflexion, komischen Verwicklungen und aufkeimender Liebe entfaltet Stifter ein feinsinniges Spiel über Kunstbesessenheit, Maß und das wahre Leben. Ungewöhnlich humorvoll und augenzwinkernd zeigt sich hier der große Realist von seiner leichtesten Seite.
Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Erzählung, ungekürzt, rund 2¾ Stunden.
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