Ungeduld des Herzens (1939) von Stefan Zweig ist ein meisterhaftes psychologisches Drama über Mitgefühl, Schuld und die verhängnisvolle Kraft falscher Barmherzigkeit. Der junge Leutnant Anton Hofmiller lernt die wohlhabende, aber gelähmte Edith Kekesfalva kennen und wird durch ein unbedachtes Mitleid in ein Netz aus Erwartungen, Schuldgefühlen und unausweichlichem Schicksal verstrickt. Mit feiner psychologischer Präzision zeichnet Zweig das Ringen eines Mannes zwischen Pflichtgefühl und innerer Zerrissenheit – ein bewegendes Porträt menschlicher Schwäche und Tragik.