Der Sieger von Ivry zieht in Paris ein — doch die eigentliche Prüfung beginnt erst. In der "Vollendung" führt Heinrich Mann seinen Henri Quatre vom umkämpften Thron zum großen Werk: Der König, der sein Land aus den Konfessionskriegen herausführt, mit dem Edikt von Nantes Glaubensfrieden stiftet und mit seinem Minister Sully das verwüstete Frankreich aufbaut. Ein Herrscher, der die Macht nicht um ihrer selbst willen sucht, sondern für die Menschen — und der dafür mit der Einsamkeit des Guten bezahlt, bis ihn 1610 der Dolch Ravaillacs trifft.
Im Amsterdamer Exil vollendet, ist der Roman weit mehr als ein historisches Gemälde: Heinrich Manns Henri ist das leuchtende Gegenbild zur Gewaltherrschaft seiner eigenen Zeit — ein Fürst der Vernunft, der Milde und des Lachens. Das Werk gilt neben dem "Untertan" als sein Hauptwerk und als einer der großen historischen Romane deutscher Sprache.
Hans Jochim Schmidt liest den vollständigen zweiten Band der Henri-Quatre-Dilogie, ungekürzt.
