"Die Leute von Seldwyla" ist Gottfried Kellers berühmter Novellenzyklus über die Bewohner einer erfundenen Schweizer Kleinstadt, in der man gern über die Verhältnisse lebt und das Scheitern eine gewisse Kunstform ist. Mit feinem Humor, warmer Menschenkenntnis und poetischer Kraft erzählt Keller von Liebe und Geld, Hochmut und Selbsttäuschung, Glück und verpasstem Glück.
Enthalten sind seine bekanntesten Novellen — darunter "Romeo und Julia auf dem Dorfe", die tragische Liebesgeschichte zweier Kinder verfeindeter Bauern; "Kleider machen Leute", in der ein armer Schneider für einen Grafen gehalten wird; "Die drei gerechten Kammmacher" und "Spiegel, das Kätzchen". Meisterwerke des poetischen Realismus, in denen sich hinter dem heiteren Ton stets menschlicher Ernst verbirgt.
Hans Jochim Schmidt liest den vollständigen Zyklus, ungekürzt, rund 26 Stunden.
