Wie wurde Italien zu jenem Land, das mit der Römischen Republik politische Maßstäbe setzte, mit seiner Kunst die Welt verzauberte und heute als Touristenmagnet mit Luxusindustrie fasziniert? Dieses Hörbuch führt hinein in die Geschichte eines Landes, das die westliche Welt prägte.
Bert Alexander Petzold nimmt die Hörerinnen und Hörer mit auf eine Reise durch die Geschichte Italiens und vermittelt Wissen in verständlicher, faktenreicher Form. Italiens Geografie und sein mediterranes Klima schufen die Voraussetzungen für eine reiche Siedlungsgeschichte, die von der Steinzeit über die etruskische Kultur bis tief in die Römerzeit reicht.
Während der römischen Antike stieg Rom zur Hauptstadt eines Weltreiches auf, dessen Einfluss bis heute spürbar ist. Die Ideen der römischen Republik, darunter Gewaltenteilung, Rechtsprechung und Bürgerbeteiligung, wurden zu Grundlagen moderner demokratischer Systeme. Herrscher wie Augustus und Konstantin der Große prägten Epochen von weltgeschichtlicher Bedeutung. Mit Theodosius dem Ersten wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben. Rom und der Petersdom blieben dadurch ein geistiges Zentrum Europas.
Im Mittelalter und in der Renaissance entfaltete Italien eine Blüte von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Städte wie Venedig, Pisa, Siena, Florenz und Rom wurden zu Zentren des Handels, der Macht und der Schönheit. Die Medici förderten Genies wie Michelangelo und Leonardo da Vinci. Werke wie "David", "Die Erschaffung Adams", "Das Abendmahl" und "Mona Lisa" stehen für jene schöpferische Kraft, durch die Italien zum Kunstweltmeister wurde.
Vom sechzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert blieb Italien ein Mosaik aus Stadtstaaten, Herzogtümern und Königreichen. Erst Giuseppe Garibaldi und König Viktor Emanuel der Zweite führten im Jahr 1861 die Einigung Italiens herbei. Diese Phase erscheint als Weg zu nationaler Einheit und modernem Selbstbewusstsein.
