Der Philosoph Jean-Paul Sartre - Leben und Werke des radikalen französischen Existenzialisten und Partners Simone de Beauvoirs

Sprecher
Dauer
1 Stunden 19 Minuten
Verlag
Typ
Ungekürzt
Format
Hörbuch Download
ISBN
9783692124018
Sprache
Deutsch
Kategorie

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4,99 €

Beschreibung

Was macht Jean-Paul Sartre zu einem Denker, der bis heute provoziert und befreit und warum wirkt sein Existenzialismus noch immer wie ein Weckruf an das eigene Leben? Dieses Hörbuch öffnet Ihnen den Zugang zu einem eigenwilligen Rebell, der Literatur, Philosophie und Politik so verband, dass aus Gedanken Handlung wurde und aus Freiheit Verantwortung.

Der Autor und Herausgeber Bert Alexander Petzold nimmt Sie mit auf eine faktenreiche Kulturreise und erläutert verständlich, unterhaltsam und klar strukturiert das Basiswissen zum großen Existenzialisten Jean-Paul Sartre. Sie gewinnen einen roten Faden, der Leben, Ideen und Zeitgeschichte zusammenführt, und erhalten Begriffe, mit denen Sie Texte deuten und in Diskussionen präzise argumentieren können. So wird greifbar, warum Sartre den Menschen zur Freiheit verurteilt sah und weshalb daraus keine bequeme Hoffnung, sondern ein Auftrag entsteht.

Jean-Paul Charles Aymard Sartre wurde 1905 in Paris geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Soziologie und erhielt 1929 die Lehrberechtigung für Philosophie. In dieser Zeit begann die enge Freundschaft mit Simone de Beauvoir, beide wurden zu einem legendären Paar. Ab 1931 arbeitete Sartre als Gymnasiallehrer und ging noch im selben Jahr an das Institut Français nach Berlin. Dort setzte er sich mit Nietzsche, Heidegger und Husserl auseinander, und aus dieser Begegnung wuchs später sein Roman "Der Ekel".

1939 war Sartre Kriegssanitäter, 1940 geriet er in deutsche Gefangenschaft und wurde wegen eines Augenleidens entlassen. Sein Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" machte ihn zum französischen Hauptvertreter des atheistischen Existenzialismus. Das Hörbuch zeigt, wie Sartre Freiheit als Aufgabe verstand, weil jeder Mensch sich entscheiden muss, auch wenn er sich hinter Rollen, Gewohnheiten oder Ausreden verstecken möchte. In Paris wirkte Sartre im Umfeld der französischen Résistance gegen die deutschen Besatzer und entwickelte eine Sprache, die philosophische Schärfe mit politischer Wachheit verband.

Ab 1944 wurde Sartre Redakteur bei der von Albert Camus gegründeten Zeitschrift "Combat" und gründete später die politisch literarische Zeitschrift "Les Temps Modernes". 1948 wurde sein Theaterstück "Die schmutzigen Hände" uraufgeführt, ein Drama über den Widerspruch von Moral und Politik. Der Vatikan setzte Sartres Werke auf den Index, weil sie Zweifel wecken konnten. Genau daran wird sichtbar, wie sehr seine Texte bis ins Zentrum der Gesellschaft trafen und warum sein Name für geistige Unruhe, radikale Verantwortung und Mut zur eigenen Entscheidung steht.

Sartre stand zunächst dem Kommunismus nahe, doch nach der gewaltsamen sowjetischen Intervention in Ungarn 1956 misstraute er ihm, weil er Freiheit und Eigenverantwortung dem Diktat eines behaupteten Allgemeinwohls geopfert sah. 1960 erschien "Kritik der dialektischen Vernunft". 1964 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, lehnte ihn jedoch ab. Später folgten "Der Intellektuelle in der Revolution" und seine Arbeiten über Vorstellungskraft, Sprache und gesellschaftliche Praxis. Sartres Philosophie beflügelte die Studenten der 68er Bewegung. Ab 1973 leitete er zeitweise die linke Zeitung "Libération" und besuchte Andreas Baader im Gefängnis in Stuttgart Stammheim. 1980 starb Sartre hoch angesehen in Paris.

Das Hörbuch eignet sich ideal zur Vorbereitung auf Prüfungen für das Abitur am Gymnasium, zur Erlangung der Hochschulreife und für das Studium an der Universität. Es verbindet Biografie, Werkdeutung und Zeitgeschichte zu einer klaren Einführung, die wichtige Stationen und Begriffe verständlich ordnet. Sichern Sie sich dieses Hörbuch und entdecken Sie Jean-Paul Sartre als Denker, der Freiheit ernst nimmt und Denken in Mut verwandelt. Wer "Der Ekel", "Das Sein und das Nichts" oder "Die schmutzigen Hände" nicht nur kennt, sondern überzeugend einordnen will, findet hier Wissen, das bleibt.

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