Sie glauben, Goethe zu kennen? Von wegen! Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist ein blitzgescheiter Tausendsassa und Draufgänger, den gesellschaftliche Normen wenig kümmern. Als Student trägt er schrille Kleidung und zecht bis zur Erschöpfung. Er schreibt provokante Literatur und wird zum reichen Popstar. Als Weimarer Minister badet er nackt im Fluss, probiert obskure Heilverfahren aus, reitet nachts allein durch dunkle Wälder und lebt mit seiner Geliebten und den gemeinsamen Kindern 18 Jahre lang in wilder Ehe.
Anekdotenreich, witzig und spannend zeigt uns der Autor und Verleger Bert Alexander Petzold eine neue, bisher unbekannte Seite des Menschen Goethe. Der kommt als Ich-Erzähler zu Wort und plaudert episodenhaft aus seinem Leben: über literarische Werke, Reisen und Naturforschungen und, ja, auch über seine zahlreichen Liebschaften. Eindrücklich berichtet er vom Leben einfacher Bauern, vom harten Arbeitsalltag der Handwerker, von fehlender medizinischer Versorgung und von saisonaler Ernährung. Dabei spart er nicht mit interessanten Fakten. Zusätzlich erleben wir spannende Schlüsselszenen aus Goethes Theaterstücken. Eine neue, einzigartige didaktische Kombination von Unterhaltung und Bildung entsteht. Am Ende des Hörspiels glauben wir, Goethe persönlich gekannt zu haben. So macht Goethe wieder Spaß!
Die bekannte und langjährig erfahrene Kölner Schauspielerin und Profisprecherin Jana Rahma liest gekonnt die abwechslungsreichen Erlebnisberichte. Der Opernsänger, Schauspieler, Moderator und Kabarettist Michael Seeboth spielt Goethe großartig in allen Lebenslagen, stets charmant, ausdrucksstark und mit einer gehörigen Portion Humor. Außerdem erleben wir in Szenen aus "Faust I" die Schauspielerin Isabel Vollmer als Margarethe sowie die Schauspieler Jonas Baeck und Luca Zamperoni als Faust und Mephisto. In Szenen aus "Iphigenie auf Tauris" hören wir die Schauspielerin Aischa-Lina Löbbert als Iphigenie, den Schauspieler Tobias Wollschläger als Orest und in weiteren Rollen u. a. Jochen Bauer, Jean-Paul Baeck, Anna-Maria Böhm und Alexander Weikmann.
