Unmittelbar nachdem er sich von einer gut 15 Jahre währenden Opiumsucht befreit hatte, verfasste der britische Schriftsteller und Journalist Thomas De Quincey seine Bekenntnisse eines englischen Opiumessers. Der Text wurde erstmals unter dem Titel Confessions of an English Opium-Eater im September und Oktober 1821 im London Magazine anonym veröffentlicht. 1822 folgte die Veröffentlichung als gedrucktes Buch und 1856 eine durch den Verfasser selbst redigierte weitere Ausgabe. Mit der Veröffentlichung seiner "Bekenntnisse" erregte Thomas De Quincey großes Aufsehen. Die Londoner Gesellschaft war schockiert über die ungeschminkte Darstellung seines Opiumkonsums. Nach der Flucht aus seinem bürgerlichen Elternhaus gerät De Quincey in die Slums von London und wird opiumabhängig. Zunächst nur als Medizin gegen eine Neuralgie angewandt, nimmt er bald täglich größere Mengen Opium zu sich. In seinen Aufzeichnungen schildert De Quincey jedoch nicht nur die "Freuden des Opiums", sondern auch und vor allem die damit verbundenen Angstzustände und Depressionen und den äußerst schmerzhaften Entzug. Die paradiesischen Zustände und Glücksgefühle verwandelten sich in eine Hölle von nicht mehr kontrollierbaren Halluzinationen und Albträumen.
