Im Krematorium von Juschno-Sachalinsk kommt es während einer Verabschiedungszeremonie des Künstlers Sergejewitsch Prygun zu einer Reihe sonderbarer Szenen, die teilweise unabhängig voneinander stattfinden, jedoch trotzdem ihren gemeinsamen Ursprung im energiegeladenen Umfeld des Verblichenen zu haben scheinen. Ein verschlagener Galerist spielt hierin eine besondere Rolle, aber auch ein fröhlich singendes und tanzendes Damentrio, welches gegen das Gebot der schweren Stunde leichte Unterhaltung bietet. Diese heiteren Grazien runden ein höchst unpassendes Programm ab, das solcherart, hier und jetzt, eigentlich nichts verloren hat. Trauer wäre nämlich gefragt, nicht beschwingte Heiterkeit, und so ist es schon bald um die bemühte Würde der Feierlichkeit geschehen, denn ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse innerhalb und außerhalb des Krematoriums und hinterlassen bedenkliche Spuren an Siegen und Niederlagen. Oder umgekehrt.
